Wie kann ich unterstützen?

Wir sind eine gemischte Gruppe aus KommunalpolitikerInnen, konventionellen und Bio-Landwirten, Naturschützern, Imkern, Vertretern von Behörden, evangelischer Landeskirche Baden, die sich im Februar 2011 nach einem Vortrag von Herrn May-Stürmer vom BUND Baden-Würrttemberg über Gentechnikfreie Regionen zusammengefunden haben, um die Grüne Gentechnik nachhaltig als Thema in unserer Region mit all seinen Aspekten zu etablieren.

Jeder Interessierte oder auch jede Organisation ist herzlich eingeladen, in diesem Kreise an unserem Runden Tisch, mitzuarbeiten, sich bestehenden Themengebiete anzuschliessen oder weitere Themenfelder zu eröffnen. Wir sehen uns als lockeres Netzwerk, es besteht keine Mitgliedschaft.

Voraussetzung für die Mitarbeit ist der von uns bisher getroffene Minimalkonsens, der als Basis unserer Zusammenarbeit zu sehen ist: "Es wird angestrebt, dass wissentlich keine GVO (gentechnisch veränderte Organismen) im Neckar-Odenwald-Kreis angebaut werden".

Wir sind grunsätzlich der Meinung, dass wir hier in unserer Region keine Grüne Gentechnik brauchen, dass wir Vorteile darin sehen, diese hier bei uns nicht anzuwenden. Bisher noch ungenügend geklärte Risikofragen hinsichtlich ökologischer und gesundheitlicher Folgen, die bisherige Anerkennungspraxis von gentechnisch veränderten Pflanzen ohne eigene, unabhängige wissenschaftliche Gutachten, wirtschaftliche Risiken hinsichtlich des Haftungsrisikos und Abhängigkeiten von Patentrechten großer Agrokonzerne sprechen gegen einen Einsatz von GVO. Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Strategen großer Lebensmittel- und Tourismuskonzerne, z.B. REWE, sehen daher einen großen Imagegewinn und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit in ihren Produkten, wenn sie ohne Gentechnik hergestellt werden. In den Bereichen Milch, Eier und zunehmend auch Fleisch wird von den entsprechenden Verbänden und Beratungsdiensten eine gentechnikfreie Fütterung empfohlen, obwohl gesetzlich eine Deklarierung gar nicht vorgesehen ist.

Kann es auch Vorteile für eine Region geben in denen möglichst viele Akteure sich zur Gentechnikfreiheit bekennen? Welche Chancen und Entwicklungspotentiale lassen sich entwickeln für Landwirte, Gastronomen, den Tourismus, der Lebensmittelverarbeitung? Am Runden Tisch Gentechnikfreier Neckar-Odenwald-Kreis wollen wir gemeinsam, überparteilich daran arbeiten.